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06.05.2008 / 18:54 MP3  3:27 / 3,17 MByte

Deutsche Gamestage sind eröffnet

Spielebranche Motor für Medien insgesamt

Die Deutschen Gamestage sind eröffnet. Bis zum Freitag treffen sich in Berlin Leute aus den klassischen und neuen Medien. Teil dessen ist die Spieleentwicklerkonferenz Quo Vadis. Die Branche boomt, zweistellige Wachstumszahlen werden ihr vorausgesagt, klar, dass die Eröffnungsreden entsprechend optimistisch ausgefallen sind. Anke Müller von Golem.de berichtet.

Die Spielebranche ist mit 1,7 Milliarden Euro Jahresumsatz die am stärksten wachsende Branche in Deutschland. Angesichts solcher Zahlen verwundert es nicht, dass die Deutschen Gamestage nicht mehr nur als ein kleines Branchentreffen wahrgenommen werden. Der Regierende Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit hat ein paar freundliche Worte an die Teilnehmer gerichtet – wenn auch nur schriftlich. Er spricht von einem wichtigen Motor für die Innovation in der gesamten Medienbranche, mahnt aber auch an, über die Spielequalität diskutieren zu müssen. Damit rennt Klaus Wowereit offene Türen bei den Organisatoren ein. Petra Müller, Medienbord-Geschäftsführerin:

Petra Müller: Qualitätsdebatte

Diese Debatte soll in Berlin weitergeführt werden – aus den Perspektiven der Politik, des Marktes und der Wissenschaft. Schwerpunkt ist außerdem die Ausbildung und Rekrutierung des Spieleentwickler-Nachwuchses. Organisator Stefan Reichert ist deshalb auch ziemlich stolz auf die Idee, einen kompletten Studenten- bzw. Nachwuchs-Campus auszurufen. Das gibt es in Deutschland wohl das erste Mal, und mehr als 200 Nachwuchsentwickler von den Spiele-Akademien und Universitäten haben sich angemeldet. Die Quo Vadis hat diesmal aber auch internationale Gäste, die Vorträge halten.

Stefan Reichert: Podium Island

Die Quo Vadis war vor drei Jahren noch in Oberhausen – seit vergangenem Jahr ist sie in Berlin. Die Besucherzahlen haben sich verdoppelt und verdreifacht, mehr als 700 werden diesmal erwartet. Das zeige, dass Berlin der richtige Standort sei und die Branche schwer dynamisch.

Petra Müller: Berlin Zentrum

Denn hier ist auch die Politik nicht weit weg. Dorothee Bär, CSU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Kulturausschuss, erklärte in ihrer Eröffnungsrede, dass die Politik die guten Seiten an Games erkannt hat.

Dorothee Bär: Spielepreis

Die Koalitionspolitiker sagen jetzt alle: Computerspiele sind ein Kulturgut. Obwohl selbst Dorothee Bär sich nicht genau erklären kann, wie es zu diesem Wandel gekommen ist.

Dorothee Bär: Bundestag

Die wissen aber, dass Spiele jede Menge Umsatz machen und die Branche wächst und wächst und wächst.

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