Golem.de
 
Suchen bei Golem.de
Golem.de Newsletter-Abo
Radiobeiträge

Die an dieser Stelle veröffentlichten Audio-Stücke können unter Angabe der Quelle "Golem.de" in unveränderter Form kostenlos genutzt werden. Sie unterliegen einer Creative-Commons-Lizenz.

Creative Commons License

Radiosender, die unsere Beiträge nutzen, möchten wir bitten, uns einen kurzen Hinweis an radio@golem.de zukommen zu lassen.

Sollten Sie spezielle Anfragen haben, z.B. Kommentare der Golem.de-Redaktion zu aktuellen IT-Themen wünschen, können Sie sich gern an uns wenden.

Kontakt
E-Mail: radio@golem.de
Telefon: +49 30 6290111-0

HOME

07.05.2008 / 13:42 MP3  3:02 / 2,78 MByte

Onlinepoker umsatzstärker als WoW

Passionierter Spieler Teut Weidemann stellt vor

Das weltweit größte und umsatzstärkste Onlinespiel ist nicht etwa World of Warcraft – es ist Poker. Das Kartenspiel entwickelt sich im Internet zu einem Geschäftszweig mit Hunderten Millionenumsätzen. Die Rechtslage ist allerdings oft nicht eindeutig und ob es nun Spiel oder doch Sport sein soll, ist auch noch nicht geklärt. Onlinepoker - ein Thema auf der Quo-Vadis-Entwicklerkonferenz in Berlin. Anke Müller berichtet.

Still und leise hat sich im Internet ein millionenschweres Geschäftsfeld mit einem jahrhundertealten Kartenspiel entwickelt, das niemand erwartet hat: die Rede ist vom Onlinepoker. Früher gab's Poker nur in Hollywoodfilmen und in traditionellen Casinos. Für die hat sich das aber kaum mehr gelohnt und wurde deshalb oft durch einarmige Banditen ersetzt, die brachten einfach mehr Umsatz. Doch seit einigen Jahren gibt es Onlinecasinos mit inzwischen exorbitanten Zuwachsraten. Woher das kommt, hat Teut Weidemann, Unternehmensberater für Onlinegames und selber passionierter Spieler auf der Quo Vadis, erläutert.

Teut Weidemann: "Nicht im TV"

Onlinecasinos haben keine Kosten für Personal oder Räume – können somit unendlich viele Spieltische anbieten mit niedrigen Mindesteinsätzen, so dass sie neue Spieler sogar mit Geldgeschenken locken können. Teut Weidemann sagt, hier können andere Onlinespieleentwickler – wie beispielsweise Blizzard mit seinem "World of Warcraft" - noch einiges lernen.

Teut Weidemann: "WOW kann lernen"

Auch in Deutschland hat die Onlinepokerwucht eingeschlagen – einige Spieler können sogar als Profis davon leben. In Indien und Korea soll es nach seinen Informationen sogar bezahlte Spieler geben, die im Auftrag eines Unternehmens täglich mindestens 100 Dollar erspielen müssen – damit sie sich als Mitarbeiter auch lohnen. Absoluter Vorreiter in Sachen Onlinepoker sind aber immer noch die USA.

Teut Weidemann: "Faszination und Helden"

Aber es kann auch süchtig machen, ist sich Teut Weidemann sicher. Auch wenn einige Pokerarten wie z.B. "Texas Hold'em" von ihm als Denksport wie etwa Schach verteidigt werden. Nichtsdestotrotz ist die Rechtslage schwierig. Das deutsche Strafrecht gestattet das Betreiben von Glücksspielen grundsätzlich nur mit einer entsprechenden Konzession. Sowohl das Anbieten als auch die Teilnahme an einem nicht genehmigten Glücksspiel sind grundsätzlich mit Strafe bedroht, dies gilt auch für Onlinecasinos. Aber wer will das kontrollieren?

Teut Weidemann: "Staat reagiert"

Abgesehen davon werden sich die Betreiber der Onlinepokerräume das Geschäft nicht vermiesen lassen. Im Jahr 2003 lag der Umsatz bei 34 Millionen US-Dollar im Monat, 2006 waren es schon 100 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum. Tendenz immer noch steigend.

Download als MP3-Datei (2,78 MByte)

 

Audio/Video | Desktop-Applikationen | Foto | Games | Handy | Internet | Mobil | OSS | PC-Hardware | Politik/Recht | Security | Software-Entwicklung | Wirtschaft | Wissenschaft

Ticker | RSS | Forum | Zusatz-Dienste | Video | Jobs | IT-Events

Home | Impressum | Werbung

Copyright © 1997 - 2019 Golem.de. Alle Rechte vorbehalten.