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08.05.2008 / 11:04 MP3  2:46 / 2,55 MByte

Serious Games - das gute Gewissen der Spieleindustrie

Linda Breitlauch doziert über ernsthafte Lernspiele

Computerspiele werden seriös. Die sogenannten Serious-Games machen inzwischen guten Umsatz und bringen den Spielern auch noch etwas bei. Bei der Entwicklerkonferenz "Quo Vadis" in Berlin ist über Konzepte für ebensolche Lernspiele gesprochen worden. Anke Müller berichtet.

Die Spieleindustrie verdient inzwischen mit Serious Games einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes. Eines der bekanntesten ist "Dr. Kawashimas Gehirnjogging" von Nintendo. Die Spielidee ist reichlich einfach. Auf dem Sichtfeld der Konsole sind z.B. Quadrate zu sehen, in denen Zahlen zwischen 1 und 25 stehen. Die Spieler müssen sich einfach möglichst viele Zahlen davon merken. Als Motivation dient das vom Spiel ausgerechnete Alter des Gehirns. Wenn es beim ersten Mal Spielen noch 180 Jahre alt ist und beim 15. Mal nur noch 56 – dann wird der Spieler genau damit belohnt.

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Wie in jedem Spiel muss es auch bei "Serious Games" um einen Anreiz gehen. Der Spieler muss es schaffen wollen, das Ziel erreichen oder besser werden. Es geht als um einen Wettbewerb gegeneinander oder gegen sich selbst. Was nun als positiver Nebeneffekt bei den ernsthaften Spielen hinzukommt, ist, dass der Spieler noch etwas lernt. Etwas komplizierter als das Gehirnjogging ist beispielsweise das Spiel "Global Conflicts Palastine." Linda Breitlauch, Gamedesign-Professorin aus Düsseldorf.

Spiel-Musik

Linda Breitlauch: "Global Conflicts Palastine"

So stellt sich für ihn auch schon mal die Frage, was wichtiger ist, sein eigenes Leben oder die Öffentlichkeit über die Vorgänge im Kriegsgebiet zu unterrichten. Dieses Spiel kann man sich als Demo kostenlos im Internet herunterladen genauso wie das Spiel "Army Special Forces". Der Hersteller – also die US-Armee – bezeichnet es selbst als "Serious Game", was bezweifelt werden darf. Dies ist ein Rekrutierungsspiel der Armee.

Linda Breitlauch: "Army Game"

Die US-Army hat verlauten lassen, dass ihre Rekrutierungszahlen seit der Veröffentlichung des Spiels gestiegen seien. Ob das realistisch ist, sei dahingestellt. Richtig wissenschaftlich untersucht wurde dagegen die Wirkung des Shooters "Re-Mission". Das ist auch ein "Serious Game", das krebskranken Kindern bei der Genesung hilft. Der Spieler steuert eine Figur im menschlichen Blut, muss Munition mit Chemo-Medizin sammeln und damit gegen den Krebs kämpfen.

Linda Breitlauch: "Re-Mission"

Die Kinder sind tatsächlich schneller genesen und haben sogar gesagt, sie konnten dafür selbst etwas tun. Dies ist ein spektakulärer psychologischer Effekt.

Download als MP3-Datei (2,55 MByte)

 

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