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08.05.2008 / 16:54 MP3  2:44 / 2,52 MByte

Der Avatar wird lebendig

Artificial sorgen fr Emotionalitt in PC-Spielen

Figuren in virtuellen Welten sehen grafisch inzwischen sehr lebensecht aus, nur an der Mimik und Gestik hapert es noch sehr. Ein paar Münchener Junginformatiker haben sich genau dieses Problems angenommen und arbeiten an einer verbesserten Emotionalität in PC-Spielen. Artificial heißt ihre Firma, und wie sie am virtuellen Ego feilen, haben sie auf der Spieleentwickler-Konferenz "Quo Vadis" in Berlin erzählt. Anke Müller berichtet.

Knstliche und emotionale Intelligenz in Computerspielen das ist das groe Thema von Frank Gwosdz und Serein Pfeiffer, zwei jungen Informatikern aus Mnchen. Sie wollen die Charaktere besonders in Onlinerollenspielen lebendiger darstellen. Dafr haben sie ein Programm entwickelt, das "Eki One" heit. Es kann virtuellen Figuren Leben einhauchen. Frank Gwosdz ber sein Projekt:

Frank Gwosdz: "Bewegungsverhalten"

Onlinewelten wie Second Life oder World of Warcraft bestechen durch ihre Grafik, aber die Figuren darin wirken immer sehr knstlich, eben berhaupt nicht emotional. Serein Pfeiffer.

Serein Pfeiffer: "Verhalten-Diskrepanz"

Die jungen Entwickler sind berzeugt davon, dass lebendigere Personen die Spiele insgesamt authentischer machen. Denn nur so knne sich der Spieler mit seinem Avatar auch richtig identifizieren.

Frank Gwosdz: "Nicht mehr genug Zeit"

Mit seiner Idee hat das junge Unternehmen, das an der Fachhochschule Mnchen gegrndet wurde, bereits einige Preise gewonnen. Auerdem sind sie vom Bundeswirtschaftsministerium gefrdert worden.

Frank Gwosdz: "Grndungsgeschichte"

Ihr Programm "Eki One" ist fr die Spieleprogrammierer entwickelt worden. Sie sollen damit die Spiele realistischer machen, um damit letztlich neue Zielgruppen ansprechen zu knnen. Frauen beispielsweise. Deren Durchschnittsquote bei Computerspielen liegt gerade mal bei fnf Prozent, bei "World of Warcraft" oder "Die Sims" sind es aber schon um die 20 Prozent. Das heit, Frauen spielen auch, und wenn ihre Figuren auch noch emotionaler daherkommen als bislang, dann spielen sie erst recht.

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