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16.05.2008 / 18:15 MP3  4:10 / 3,82 MByte

Wettrüsten um Anzahl der Kerne

AMD- und Intel-Chefs im Golem.de-Interview

Dual-Core, Quad-Core, Core 2, Phenom - alles Marketing-Schlagworte, mit denen der PC-Käufer konfrontiert wird. Dabei geht es immer um die Wahl des richtigen Prozessors, also des Motors im Computer. Zwischen den zwei großen Chiphersteller-Konkurrenten Intel und AMD gibt es inzwischen ein regelrechtes Wettrüsten um die Anzahl der Kerne in den Prozessoren. Nico Ernst von Golem.de hat beide Geschäftsführer dazu befragen können.

Der Prozessor ist der Motor des Computers und bestimmt über die Geschwindigkeit aller Programme. Seit drei Jahren gibt es bereits Prozessoren mit zwei Kernen, die Dual-Cores. Inzwischen bieten die beiden großen Konkurrenten im Prozessormarkt, AMD und Intel, schon Prozessoren mit vier Kernen an – die sogenannten Quad-Cores. Für den Intel-Chef Hannes Schwaderer ist entscheidend, dass die Programme immer mehr Leistung brauchen, weil sie vor allem grafisch immer aufwendiger werden. Gerade diese sogenannte Visualisierung lässt keine Alternative zu den Mehrkernprozessoren zu.

Schwaderer01

Hier ist sich Intel mit AMD ausnahmsweise einmal einig. Für Jochen Polster, Geschäftsführer bei AMD, steht neben der Energieersparnis bei höherer Leistung auch die gleichzeitige Nutzung mehrere Programme im Vordergrund:

Polster01

Hannes Schwaderer erklärt diese Aufteilung der Kerne genauer:

Schwaderer02

Für die Chiphersteller sind die Mehrkernprozessoren ein Trend, wie einst das sogenannte "Gigahertz-Rennen" zwischen Intel und AMD, wo die Chips nur nach der Frequenz beurteilt wurden. Bei den Mehrkernern erwarten die Prozessormacher aber eine natürliche Grenze. Jochen Polster:

Polster02

Intel ist klar, dass vor allem die Programme der Anzahl der Kerne Grenzen setzt. Laut Hannes Schwaderer ist beim 16-Core-Prozessor Schluss:

Schwaderer03

Zu diesen Dingen gehören für den Intel-Manager neue Programme, auch Betriebssysteme wie Windows und MacOS, aber auch neue Formen des Hauptspeichers für PCs. Bis die Software in einem Computer Mehrkernprozessoren voll ausnutzen kann, vergehen nach Ansicht des AMD-Chefs noch mehrere Jahre:

Polster03

Trotz dieser Wartezeit gibt es für AMD wie auch Intel keinen Weg zurück zu immer höheren Takten.

Schwaderer04

Einzig die Physik setzt also eine natürliche Grenze.

Beitrag: Nico Ernst
Sprecherin: Anke Müller

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