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23.05.2008 / 11:57 MP3  3:17 / 3,02 MByte

IP-Adressen werden knapp

Europäische Kommission beschließt Aktionsprogramm

Im Internet wird es immer enger. Die IP-Adressen, die jedes Gerät braucht, um im Web unterwegs zu sein, werden knapp. In zwei Jahren könnte das Ende erreicht sein. Eine neue Technik könnte das Problem lösen, aber nur wenige nutzen die. Jetzt hat die Europäische Kommission ein Aktionsprogramm dazu beschlossen. Anke Müller berichtet.

Als das Internet erfunden wurde, haben sich die Entwickler überlegt, jeder Computer sollte eine eindeutige Nummer zugewiesen bekommen, über die das Gerät jederzeit und überall im Netz erreichbar ist. Das ist die sogenannte IP-Adresse – nicht zu verwechseln mit dem Domain-Namen. Die bestehen aus vier Zahlen zwischen 0 und 256. Daraus ergibt sich rechnerisch eine maximale Zahl von 4,3 Milliarden IP-Adressen und die sind jetzt langsam vergeben. Offiziell stehen nur noch etwa 16 Prozent davon zur Verfügung. In zwei bis drei Jahren ist dann Schluss. Jens Ihlenfeld von Golem.de.

Jens IP Adressen

Bereits in den 90er Jahren war dieses Problem absehbar und daher wurde eine neue Adressmethode entwickelt, die sogenannte "Ipv6". Moderne Betriebssysteme wie Windows Vista, MacOS X oder Linux können damit umgehen. Aber die Technik wird noch nicht konsequent umgesetzt.

Jens Ipv6

Wenn das gesamte Netz erst mal auf IPv6 umgestellt ist, kann jeder Rechner, jedes Handy oder Organizer eine eigene Nummer zugeteilt bekommen, die sich nie wieder ändert. Keine Platzprobleme mehr, denn möglich sind dann 340 Sextillionen unterschiedliche Adressen, die bis zu 37 Nullen haben. Und trotzdem tut sich nichts so richtig - der Druck ist offenbar noch nicht hoch genug.

Jens Henne Ei

Deswegen hat sich jetzt die EU eingeschaltet und will IPv6 fördern. Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan vorgestellt, der vorsieht, dass neue Projekte zwingend auf IPv6 vorbereitet sein sollen. Ziel ist es, dass bis 2010 rund 25 Prozent der EU-Haushalte bereits mit IPv6 arbeiten.

Jens Provider

Also muss die Politik mit gutem Beispiel vorangehen. Denn auch die Bundesregierung will ihre kommenden IT-Entwicklungen, darunter das Onlinemeldewesen und die Vernetzung der Ministerien, auf dem neuen Standard aufbauen.

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