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29.05.2008 / 16:44 MP3  3:40 / 3,37 MByte

Reales Recht gilt auch in Virtualitt

Millionen Menschen bewegen sich inzwischen regelmäßig in virtuellen Welten. Wo viele Menschen zusammenkommen und interagieren, gibt es aber auch immer Reibungsflächen, mitunter sogar kriminelle Handlungen. Welches Recht gilt aber in Onlinewelten? Das war die Fragestellung einer hochkarätigen Podiumsdiskussion in Berlin. Anke Müller berichtet.

Mayer-Schnberger: Virtuelle Welten,

so Viktor Mayer-Schnberger, von der Harvard University bei einer Podiumsdiskussion in Berlin. Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierte Veranstaltung lautete: "Reales Recht fr virtuelle Welten". Mayer-Schnberger warnte vor einer berregulierung und berkomplizierung, die jede Kreativitt und Innovation im Keim ersticke und die Amerikanisierung der virtuellen Welten vorantreibe.

Mayer-Schnberger: Amerikanisierung

Dass die erfolgreichen virtuellen Welt nicht in Deutschland beheimatet seien, liege eben auch, so Mayer-Schnberger, an der juristischen Situation. Ganz so weit geht Rechtsanwalt Andreas Lober nicht. Er bert Spieleentwickler juristisch, ist selbst in virtuellen Welten unterwegs und hlt berhaupt nichts von einer eigenen Lex Online. Alle Straftaten, die im Strafgesetzbuch aufgefhrt sind, knnten prinzipiell auch online begangen werden, erklrte er. Zwar ist Second Life nicht mehr die angesagte Parallelwelt, aber trotzdem lohne es sich, diese Plattform etwas genauer zu betrachten, weil:

Lober: Second Life

Vielleicht kommt dann auch Microsoft mit einer eigenen Onlinewelt auf den Markt. Bislang hlt sich das Unternehmen noch sehr zurck. Dorothee Belz von Microsoft Deutschland erklrte aber auch, dass in Onlinespielen keine Regulierung erforderlich sei.

Belz: Sterben nicht

Damit handelte sie sich Widerspruch von der SPD-Politikerin Monika Griefhahn ein. Second Life und Co. seien keine rechtsfreien Rume.

Griefhahn: Replik

Monika Griefhahn hlt das reale Recht ebenfalls fr angemessen - auch im virtuellen Raum. Sie pldiert aber trotzdem an den guten Willen der Betreiber.

Griefhahn: Nazi Seiten

Tenor der Podiumsdiskussion war jedoch die Forderung nach gnstigeren Rahmenbedingungen fr Plattformbetreiber und die Entbrokratisierung des deutschen Rechts.

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