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Offener Brief an die KanzlerinInternetsperren oder Kulturflatrate
Herbert Grönemeyer, Seeed, Culcha Chandela, Zweiraumwohnung, Udo Lindenberg – Max Herre, Bernd Eichinger, Till Schweiger – wenn diese geballte Prominenz einen offenen Brief schreibt, können sie sich einiger Aufmerksamkeit gewiss sein. Vergangene Woche haben sie alle die Bundeskanzlerin in einem offenen Brief dazu aufgefordert, den Schutz für Internetpiraterie zur Chefsache zu machen. Als positive Beispiele nannten sie Frankreich und Großbritannien. Jens Ihlenfeld.
Jens Frankreich In dem offenen Brief wird behauptet, dass 70 Prozent des Internetverkehrs auf die meist illegale Tauschbörsennutzung entfielen. Die Rede ist zudem von angeblich 300 Millionen nicht legitimen Downloads. Woher diese Zahlen stammen, wird nicht gesagt. Allerdings beziehen sich die Unterzeichner auf den "Tag des Geistigen Eigentums", der eine Erfindung des Bundesverbandes der deutschen Industrie ist, wozu natürlich auch die großen Plattenfirmen gehören. Jens Musikindustrie Sogar die Kanzlerin hat reagiert. Ihr wöchentlicher Videopodcast beschäftigte sich ganz allein mit dem Schutz geistigen Eigentums. Angela Podcast-Ton Allerdings hat sich das EU-Parlament ganz klar gegen Internetsperren und diese Art der Zensur entschieden. Die EU-Kommission, in der die nationalen Regierungsvertreter sitzen, hat dagegen noch keine klare Linie – die dürfte auch schwer zu finden sein, bei dem aktuellen europäischen Flickenteppich. Jens Regeln Bei all den Forderungen nach Strafen und Internetsperren bleibt kaum mehr Raum, über Alternativen nachzudenken. Im Zweifel bestrafen die Künstler damit ihre größten Fans. Es gibt aber Ansätze, dieser Kriminalisierung von Internetnutzern aus dem Weg zu gehen, beispielsweise durch eine sogenannte Kulturflatrate. Jens Kulturflatrate Download als MP3-Datei (3,00 MByte)
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